Arbeitskreis Konfrontationen

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Die Gedenkstätte im Wandel der Zeit

Seit dem April/Mai 1948 wurden erste Schritte unternommen, zumindest Teile des ehemaligen Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück als eine Stätte des Gedenkens zu erhalten. Maßgeblich beteiligt waren in dieser Frühphase Fanny Mütze-Specht, Leiterin der Forschungsstelle Mecklenburg der VVN, der katholische Pfarrer Karl Fischer aus Neustrelitz, ebenfalls Mitglied der VVN sowie ehemalige Häftlinge, für die an dieser Stelle Emmy Handke als erste Sprecherin der Lagerarbeitsgemeinschaft Ravensbrück prominent genannt sei 1. Im Zuge dieser Aktivitäten wurden die bestehenden Friedhöfe an der zum ehemaligen Lager führenden Straße und im Wald hergerichtet. Zudem wurde ein schlichtes Mahnmal errichtet. Es fand seinen Platz direkt neben dem Krematoriumsbau und bestand aus einer hölzernen Stele, die eine Feuerschale trug. Erst 1952 wurde diese Konstruktion durch eine aus Stein ersetzt. Auch wenn sich mit Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 die Bedingungen zur Errichtung einer Gedenkstätte in Ravensbrück verbessert hatten, blieb das Problem der Finanzierung. Das ursprüngliche Provisorium bestand als einziger Gedenkort bis Ende der 50er Jahre. Es wurde über die Jahre noch um drei Tafeln ergänzt, die in deutscher, französischer und russischer Sprache verfasst unter anderem einen Text von Anna Seghers enthielten. Beeinflusst wurde die Gestaltung der Gedenkstätte nicht unwesentlich durch die Auflösung der VVN am 21. Februar 1953, die auf einem Beschluss des Politbüros und des Zentralkomitees der SED beruhte. Mit dem Beschluss der SED-Führung vom 2. Dezember 1953, an den Orten ehemaliger Konzentrationslager Buchenwald, Ravensbrück, Sachsenhausen und Hohnstein Gedenkstätten zu schaffen, unterlag deren Gestaltung einer zentralen staatlichen Leitung. Nicht-kommunistische Häftlinge waren aus diesem Prozess ausgeschlossen, beziehungsweise hatten nur beratende Funktion 2.

Ravensbrück war die kleinste der drei Nationalen Mahn- und Gedenkstätten (NMG) in der DDR. Sie wurde am 12. September 1959 mit einer Veranstaltung eingeweiht, bei der Rosa Thälmann – selbst Gefangene in Ravensbrück – eine Rede hielt. Wie in Sachsenhausen und Buchenwald wurde zuvor die Gestaltung dem Kollektiv Buchenwald übertragen, einer Gruppe freischaffender Architekten, bzw. Landschaftsarchitekten 3. Diese Gruppe wurde am 31. Mai 1954 vom Kulturministerium der DDR mit der Gestaltung der Gedenkstätte beauftragt, während für die skulpturale Gestaltung der Bildhauer Will Lammert herangezogen wurde. In Ravensbrück sollte, im Unterschied zur NMG Buchenwald, nicht vorrangig dem organisierten, kommunistischen und antifaschistischen Widerstand gedacht werden. Ein wichtiger Teil der Aufgabenstellung für die Architekten war die Darstellung des Leidens: „Die Nationale Gedenkstätte soll in ihrer Gestaltung eine Würdigung des Kampfes und der Leiden von 92.000 dort ermordeten Frauen aus 20 Nationen sein (...)“ 4 Den geschlechtsspezifischen Ausdruck des Verständnisses von weiblichen Formen des Kampfes im realsozialistischen Verständnis benennt Kathrin Hoffmann-Curtius präzise: „Caritas als Kampf der Frauen“ 5.

Die Gestaltung der NMG Ravensbrück erfuhr außerdem eine besondere Prägung, als das ehemalige Gelände des Konzentrationslagers seit dem Sommer 1945 Truppenstandort der sowjetischen Armee war. Daher war nur ein 3,5 Hektar umfassendes Terrain zwischen der Lagermauer und dem Schwedtsee für einen Gedenkort nutzbar.

Der zentrale Feierplatz, gedacht für 10.000 Besucherinnen und Besucher, war das Herzstück der Anlage, deren Gesamtausrichtung sich zum See hin orientiert. Der Festplatz bekam seine Begrenzung durch die Außenseite der historischen Lagermauer und des Krematoriumsbaus, durch den See und den Zaun in Richtung des ehemaligen Siemenslagers. Der ehemalige Zellenbau und der so genannte Erschießungsgang wurden auf Initiative des damaligen Ministers für Kultur Johannes R. Becher 1955 aus dem sowjetischen Militärkomplex herausgelöst und zur musealen Nutzung freigegeben. Im Zuge der Gestaltung der NMG wurden verschiedene, zum Teil massive Umgestaltungen des Geländes vorgenommen. Hierzu gehörten „das Verschließen des Tores am Garagenhof und das Abtragen der davorliegenden Rampe sowie die Planierung des Terrains bis zum See.“ 6 Außerdem wurde ein Vorbau des ehemaligen Krematoriums abgerissen.

Die Tragende von Will Lammert und Fritz Cremer.
Foto AKK 2006

Der Mahnmalsplatz wurde durch eine Plattform erweitert, die als künstliche Halbinsel in den See hineinragt: „Auf dieser Plattform ragt, wie ein Merkzeichen, auf einem stelenartigen Sockel die mehr als vier Meter hohe Skulptur ‘Tragende’ des Bildhauers Will Lammert empor. In die Erde entlang der historischen Lagermauer waren Anfang der 50er Jahre auch die nach der Befreiung des Lagers in der Umgebung bestatteten Toten und später die Aschenfunde im Umkreis des Krematoriums umgebettet worden.“ 7 Tschechische Frauen bepflanzten dieses Massengrab mit Rosen aus der Gedenkanlage in Lidice 8. An der ehemaligen Lagermauer, auch ‚Mauer der Nationen’ genannt, verweisen 17 Tafeln auf die Herkunftsländer der Häftlinge. Am Ende des Massengrabfeldes befinden sich erst seit 1988, bzw. 1994 zwei liegende, eher unscheinbare Tafeln zum Gedenken an die verfolgten Jüdinnen sowie an Sinti und Roma-Frauen in Ravensbrück. Bis dahin war die Erinnerung an diese beiden Verfolgtengruppen in Ravensbrück völlig randständig und auch die jetzige Gedenkform erscheint weiterhin unbefriedigend.

1959 wurde der ehemalige Zellenbau, der im Häftlingsjargon ‚Bunker’ hieß, zum ersten Lagermuseum mit Exponaten der ehemaligen Häftlinge umgebaut. Die in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Verfolgten unterschiedlich gestalteten Länderräume und rekonstruierten Arrestzellen repräsentieren die verschiedenen Gedenkkulturen und Geschichtsbilder. Auch hier wurden, wiederum nachträglich, Gedenkräume für die jüdischen Frauen (1992) sowie für die Sinti und Roma (1994) eingerichtet. Im Jahr 2006 entstand dort eine neue Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Lagergefängnisses. Zudem wurden die Länderräume mit kommentierenden Informationen versehen. In diesem Zuge wurde die historische Eingangssituation vom Häftlingslager aus wieder hergestellt 9.

Erst nach dem Abzug der GUS-Truppen 1994 konnten sukzessive weitere Teile des ehemaligen Lagergeländes erschlossen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dazu gehörten der Eingangsbereich des und ein Teil des ehemaligen Barackenlagers sowie des Industriehofs. Die Einbeziehung zusätzlicher Teile des ehemaligen Lagerareals, des Siemenslagers und des Geländes des Jugend-KZ Uckermark sind geplant. Seit 1993 ist die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ein Teil der eigens geschaffenen Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Im Zuge der beschriebenen Erschließung von Teilen des Lagergeländes wurde auch ein landschaftsplanerisches Konzept entwickelt. Dazu schreibt Stefanie Endlich: „Das landschaftsplanerische Rahmenkonzept, nach dem das ehemalige Lager- und spätere Kasernengelände nach und nach zu einer Gedenklandschaft umgestaltet wird, stammt von den Architekten Stefan Tischer, Susanne Burger und Philipp Oswald (...). Aufgabe des Rahmenkonzepts ist es, Relikte zu bewahren, Spuren kenntlich zu machen und die Lagertopographie sowie den Zusammenhang der verschiedenen Bereiche zu verdeutlichen. Auf dieser Grundlage wurde im Jahr 2000 der nördliche Teil des Stammlagergeländes sowie der Industriehof mit schwarzer Schlacke bedeckt; die Grundrisse der Häftlingsbaracken sind als negative Abdrücke reliefartig im Boden nachgezeichnet.“ 10 Das so genannte Neue Lager mit dem Standort des Zeltes ist bis heute offiziell nicht begehbar, obwohl dieser Ort seit 2005 durch eine Dokumentation und eine Kunstinstallation markiert wird.

Umgestaltung der Ausstellungskonzeption nach 1989

Neben der Schließung der sozialistisch geprägten Dauerausstellung aus der DDR-Zeit und der Neukonzeption ab 1993 unter dem Titel „Ravensbrück. Topographie und Geschichte des Frauen-KZ“ wurde das Ausstellungskonzept 1994 durch die biographische Ausstellung „Ravensbrückerinnen“ ergänzt 11. Die beiden Hauptausstellungen befinden sich im Gebäude der ehemaligen Kommandantur. Daneben werden Sonderausstellungen gezeigt, wie die 1999 eröffnete Ausstellung „Die Sprache des Gedenkens“ zur kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte der NMG 12. Ein Teil der Häuser der Aufseherinnen werden als Internationale Jugendbegegnungsstätte und Jugendherberge durch das Deutsche Jugendherbergswerk betrieben. Eines der Unterkunftshäuser steht der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis e.V. zur Verfügung, ein anderes wurde nach historischem Vorbild restauriert und zeigt eine Dauerausstellung über die Aufseherinnen 13.

Nicht unerwähnt bleiben soll auch eine skandalisierte Kontroverse, die in ihrer Brisanz unterschiedliche Gedenkkulturen offen legt. Ausgangspunkt der Kontroverse war 1991 der Bau und die geplante Eröffnung eines Supermarkts direkt an der von Häftlingen unter Zwang gepflasterten Straße, die zu dem ehemaligen Lagergelände führt und heute den Namen ‚Straße der Nationen’ trägt. Nach dem Abzug der GUS-Soldaten wurde das Areal, welches bereits durch Nutzungen der damaligen sowjetischen Armee überformt war, an einen westdeutschen Bauunternehmer verkauft. Die Firma Tengelmann plante den Supermarkt als Mieter des Investors zu betreiben. Im Zuge des eiligen Verkaufs unterblieb die sorgfältige Prüfung von Eigentumsverhältnissen und die Klärung des historischen Charakters der Nutzung durch die SS. Entstehen sollte auf dem Areal neben dem Supermarkt ein Café sowie ein Autohaus. Die ersten Proteste gegen diese Nutzung setzten ein, nachdem der Rohbau für den Supermarkt fertiggestellt war und gleichzeitig offenbar wurde, dass die Bebauungspläne insgesamt umfangreicher ausfielen als weithin angenommen. Das in der Anfangsphase der Auseinandersetzung nicht vorhandene Problembewusstsein vieler Fürstenberger war sicher nicht allein der Abwehr einer Auseinandersetzung mit ihrer Stadtgeschichte geschuldet, sondern auch Erbe einer zwischenzeitlichen militärischen Nutzung. Zudem war der Supermarktkomplex Teil eines ohnehin vorhandenen Gewerbegebietes. Für viele Überlebende des Konzentrationslagers, deren Verbände sowie die damalige Leitung der Gedenkstätte Ravensbrück und andere Engagierte stellte sich die Lage jedoch anders dar. Stellvertretend für die Sichtweise ehemaliger Ravensbrücker Häftlingsfrauen kann Georgia Peet-Taneva zitiert werden: „Die Fürstenberger haben sie jahrelang, tagaus, tagein gesehen, die abgerissenen, unterernährten, geschundenen Frauen. Sie haben sie als Arbeitssklaven benutzt, und dann haben sie alles verdrängt. Viele schreckliche Geschehnisse fanden auf diesem Gelände statt. (...) Die Straße zwischen dem Lager und Fürstenberg ist gebaut mit Blut, Tränen und Schweiß von Hunderten von Frauen. Und über sie sollen nun täglich die Kunden eines Supermarktes mit ihren Wagen voller Konsumwaren rollen?“ 14 Zahlreiche Protestbriefe aus dem In- und Ausland, eine intensive und sehr kontroverse Diskussion in der Stadt Fürstenberg und eine kritische Presseberichterstattung brachten die Firma Tengelmann dazu, das Mietverhältnis mit dem Investor aufzukündigen. 15

Die Skulptur ‚Tragende’ Die Tragende von Will Lammert und Fritz Cremer.
Foto AKK 2006

Die spezielle Situation von Ravensbrück als Konzentrationslager für Frauen erforderte eine eigene Form der Darstellung des Gedenkens. Die ‚Tragende’, auf einer künstlichen Halbinsel in den Schwedtsee ragend, ist die zentrale figürliche Konkretion des Gedenkens in Ravensbrück zu Zeiten der DDR. Der Bildhauer Will Lammert war „vor die Aufgabe gestellt, eine Bildkomposition zu entwickeln, zu der bis dahin nur eine maskulin geprägte Bildersprache des Gedenkens existierte. Erinnernde, bzw. mahnende Trauer, die in überwiegendem Maße weiblich repräsentiert wird, sollte nicht mehr der toten ‚Helden’ und ihren Taten – sei es nun im Krieg oder Konzentrationslager – gelten, sondern den sonst ausgeblendeten Frauen und Kindern, die am Krieg ebenfalls teil hatten und auch ins Konzentrationslager transportiert und dort ermordet worden waren.“ 16 In den Ursprungsentwürfen schwebte Lammert, der 1952 mit der Arbeit an der Skulptur begann, eine Figurengruppe von 18 – 20 Frauen und Kindern vor. Aus dieser Gruppe sollte die ‚Tragende’ als einzige Figur, auf einem Sockel postiert, heraus ragen. Während Lammerts Vorentwurf eine Ausführung in Bronze und Naturstein vorgesehen hatte, war in dem Werkvertrag zwischen dem Künstler und dem Ministerium für Kultur (MfK) von einer Ausführung in Keramik die Rede. Die ‘Tragende’ war als überlebensgroße Skulptur von 3,20 Meter zuzüglich des Sockels geplant. 17 Die Umsetzung seiner Planung erlebte Lammert nicht mehr. Er starb am 30. Oktober 1957.

Nach Lammerts Tod betraute das MfK den Bildhauer Fritz Cremer (» Biographie) mit der weiteren Durchführung der Arbeit. Das MfK und Cremer nahmen wesentliche Änderungen am Originalentwurf vor. Die Skulptur wurde auf 4,60 Meter vergrößert und die Gesamthöhe betrug nun, inklusive Sockel, elf Meter. Statt der Figurengruppe am Fuß der ‚Tragenden’ sollten zwei Einzelfiguren realisiert werden, die heute am vorderen Teil der ‚Mauer der Nationen’ aufgestellt sind. Die Reduzierung des Gesamtensembles hatte Proteste ehemaliger Häftlinge zur Folge, die in dieser Form „nur den Ausdruck der Solidarität, nicht aber den Kampf und die Tatsache, dass auch Kinder im Lager lebten“ berücksichtigt sahen. 18 Das zentrale Periodikum, die Zeitschrift ‚Bildende Kunst’, bemängelte Anfang 1959, dass die ‘Tragende’ nicht dem Kampf um die Erneuerung des nun mehr sozialistischen Staates Rechnung tragen würde. 19 Diese Sichtweise entsprach in Teilen auch derjenigen der Frauen des Ravensbrück-Komitees, die einen Platz im wissenschaftlich-künstlerischen Beirat des MfK inne hatten. 20 Der Konflikt führte schlussendlich zur Konzeption und Aufstellung von Fritz Cremers ‚Müttergruppe’ an der zur Gedenkstätte führenden Straße der Nationen. Heute stehen dreizehn der damals nicht realisierten Figuren in Berlin-Mitte vor dem Alten Jüdischen Friedhof in der Großen Hamburger Straße. Sie wurden durch Lammerts Nachfahren Mark Lammert 1985 in Bronze gegossen und nach einer Idee von John Heartfield keilförmig zur Erinnerung an das zerstörte jüdische Altersheim und die über 50.000 ermordeten Berliner Juden aufgestellt. 21

Das Konzept des Denkmals ‘Tragende’ bewegt sich „in der Bildtradition der christlichen Pietá, dem gotischen Vesperbild“ 22 und zeigt dennoch einen Unterschied zum christlichen Vorbild. Nicht zufällig erhielt sie den Titel ‚Pietá von Ravensbrück’, der ihr aus Anlass einer Gedächtnisausstellung für Will Lammert in den 50er Jahren gegeben wurde. So ist „die der Pietá zugeschriebene Zeitlosigkeit und Stillstellung eines Augenblicks durch das Medium Skulptur und ihrer Positionierung gewährleistet. Stillgestellt und einen Anspruch auf Allgemeinheit formulierend wird in der Tragenden nicht eine Empfindung, sondern eine Haltung.“ 23 Der Unterschied zur christlichen Ikone findet sich in der Absicht „Gefühle qua Nachahmung zu evozieren, einen direkten affektiven Appell zu ermöglichen.“ 24 Die Künstlichkeit der Haltung und der in der Statue manifestierte Appell sowie die Botschaft der Solidarität gehen zu Lasten des Realismus. Das mag auf den ersten Eindruck angesichts eines Kunstwerks verwundern, welches im Kontext des sozialistischen Realismus verortet wird. Jugendliche in einem Seminar des Projekts ‚Kunst als Zeugnis’ machten bei dem Versuch, die Skulptur im Rahmen eines Statuentheaters nachzustellen, die Erfahrung, dass es physisch unmöglich, ist eine andere Person derart zu tragen, wie es die Figuren vorgeben. Die leibliche Erfahrung der physischen Unmöglichkeit einer Nachahmung der „Tragenden“ war für die Teilnehmenden äußerst eindrucksvoll. Stärker als eine kognitiv ausgerichtete Bildinterpretation wurde für die Jugendlichen erfahrbar, wie sehr die intendierte Botschaft einer Skulptur Aussagekraft gegenüber der Realität besitzen kann.

Neben der gerade beschriebenen Lesart des Denkmals ‘Tragende’ gibt es eine weitere Interpretation, die das Monument als Ausdruck von Solidarität und des antifaschistischen Kampfes unter den Bedingungen des Konzentrationslagers deutet. Diese zweite zentrale Rezeption setzt Lammerts Statue in Verbindung mit der Jüdin und Kommunistin Olga Benario-Prestes. Vermutlich orientierte sich der Bildhauer Lammert auf der Suche nach widerständischen Vorbildern in seinen Gesprächen mit überlebenden, meist kommunistischen Frauen des Konzentrationslagers Ravensbrück an überlieferten Geschichten über Olga Benario. Der Kern der Erzählung, die in verschiedenen und widersprüchlichen Variationen von Überlebenden kolportiert wurde, besteht darin, dass Benario eine erschöpfte, oder auch verletzte Kameradin gerettet hat und sie auf den Armen in das Krankenrevier trug. Für ihr Beharren auf der Aufnahme der Verletzten ins Krankenrevier soll Benario mit einem mehrwöchigen Arrest – auch hier differieren die Angaben über Form und Umfang der Strafe – durch den Lagerarzt Dr. Sonntag bestraft worden sein. An Olga Benario, die im Zuge der Aktion 14f13 ermordet wurde, lässt sich gut nachvollziehen, wie sehr sich Erinnerungen von überlebenden, politischen Frauen mit interessegeleiteten Gedächtnispolitiken vermengen können. Dabei wurde mit Benario-Prestes ein weiblicher Heldenmythos gestärkt und durch die „Ausblendung ihres Jüdischseins (...) ihre kommunistische Identität in den Vordergrund gerückt.“ 25 Sicher entsprach die Betonung der kommunistischen Identität auch dem Selbstbild von Olga Benario. In Ravensbrück wurde sie jedoch als Jüdin kategorisiert und kam in den ‚jüdischen’ Block 11. In der pädagogischen Arbeit mit der Biographie von Olga Benario-Prestes lassen sich beide Aspekte offen legen, die in der offiziellen DDR-Sicht ungleich gewichtet wurden. Da bis heute die Erinnerung an die Jüdinnen in der Gedenkstätte einen randständigen Charakter hat, wurde bei Seminaren und einem internationalen Workcamp in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zum Abschluss ein Erinnerungsmoment an die jüdischen Frauen (vgl. hierzu das Gedicht Frühling im Ghetto) im Lager durchgeführt. Auch wenn das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, wie die anderen Lager auf dem Boden des damaligen Gebiet des deutschen Reiches auch, kein Vernichtungslager war, so war es doch eingebunden in die Vernichtung der europäischen Juden (siehe dazu Die Geschichte von Ravensbrück). Mit der Auswahl des Gedichts „Ghetto – Frühling im Ghetto“, das am Fuß der ‚Tragenden’ durch die Teilnehmer verlesen wird, versuchen wir diesen Aspekt zu erinnern. Es ist uns wichtig, die Freiwilligkeit eines solchen Erinnerungsmoments zu betonen.

Fritz Cremers ‚Müttergruppe’ Müttergruppe von Fritz Cremer.
Foto AKK 2006

Fritz Cremers Figurengruppe wurde am 24. April 1965, dem 20. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ravensbrück, eingeweiht. Der Einweihung vorangegangen waren die Proteste ehemaliger Häftlinge um den zu wenig kämpferischen Charakter von Lammerts Skulptur und Diskussionen um den Standort und die Auftragsverteilung. (Foto Müttergruppe). Bereits während eines Treffens des wissenschaftlich-künstlerischen Beirats am 7. März 1958 zur Herstellung einer Einigung mit den ehemaligen Häftlingsfrauen um die Formen des Gedenkens, schlug das Buchenwald Kollektiv die Schaffung einer Frauengruppe vor, die die Rettung von Kinder im Lager darstellen sollte. Sie sollte im Eingangsbereich zur Gedenkstätte ihren Platz finden und für die Ausführung der Bildhauer Fritz Cremer gewonnen werden. Schon früh fanden sich in Cremers Ausdrucksskizzen für die Gruppe das Motiv der drei Frauen mit Kind, die eine Bahre tragen. 26 Der Bildhauer hatte als Vorlage für die ‚Müttergruppe’, „dem Anspruch des sozialistischen Realismus gemäß, in Vorträgen auf ein Foto von einem tatsächlich stattgefundenen Transport einer Totenbahre hingewiesen“ und die Plastik „in der Abfolge von einer gebeugten, einer klagend sich aufrichtenden bis zu einer aufrecht voranschreitenden Figur gestaltet.“ 27 Nicht zufällig wurde die vordere Frauengestalt von offizieller Seite als Allegorie der Partei, also der SED assoziiert, welche die verzweifelte und die klagende Frau aufrecht in die Zukunft führt, während sich ein Kind schutzsuchend an sie klammert. 28 Die Reduktion des politischen Kampfes der Frauen auf den reproduktiven Bereich, symbolisiert durch die behütende Handhaltung der aufrecht gehenden Frau an der Spitze der Gruppe, ist ein Teil des zukunftsoptimistischen Charakters der staatskommunistischen Ideologie. Letztere symbolisierte sich bereits in Fritz Cremers Buchenwald-Denkmal, wenn auch dort mit deutlichen Bezügen auf ein viriles Männlichkeitsbild des kommunistischen und antifaschistischen Kämpfers. In Ravensbrück hingegen wurde den verfolgten Frauen vornehmlich in ihrer caritativen Funktion gedacht. Was Insa Eschebach, die Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück für das Gesamtensemble beschreibt, lässt sich an der ‚Müttergruppe’ ebenfalls ablesen: „Ravensbrück als Ort der ‚Frauen und Mütter’ wurde in der DDR als ‚heilige Stätte’ genutzt, um sich der Heils der eigenen Gemeinschaft erneut zu versichern. Das Unheil des Lagers wurde nur angesprochen, um es als integrativen Bestandteil eines letztlich heilsstiftenden Gesamtzusammenhanges erscheinen zu lassen. Akte des Gedenkens ermöglichen den Beteiligten einerseits die Teilhabe an einer Gemeinschaft, die dieses Heil modellhaft verwirklicht zu haben vorgab.“ 29 (vgl. www.buchenwald.de)

Zeitgenössische Formen des Erinnerns: ‚Holocaust Memorial’ von Stuart N.R. Wolfe Holocaust Memorial von Stuart N.R. Wolfe.
Foto AKK 2006

Nahe des historischen Lagertores in Ravensbrück wurde im Jahr 1999 eine Figurengruppe des in Berlin lebenden Künstlers Stuart N.R. Wolfe aufgestellt, die den Titel ‚Holocaust Memorial’ trägt. Bereits auf den ersten Blick ergeben sich für den Betrachter deutliche Unterschiede zu den Kunstwerken aus der DDR. Die Körperoberflächen der geschlechtslos scheinenden, überlebensgroßen Figuren sind zerklüftet und durchlässig, sie wirken geschunden und verletzlich zugleich. Jede Figur trägt ein Dreieck auf der Brust. Die Farben der Dreiecke spiegeln die verschiedenen Kategorisierungen der Nationalsozialisten für die von ihnen Verfolgten und Stigmatisierten wider. Von der Rückseite der Dreiecke bohrt sich ein Keil durch die Gestalten. So scheint das Dreieck förmlich ein Teil der Menschengestalten zu werden und betont die Zerstörung der Individualität.

Ihren endgültigen Aufstellungsort in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück fanden die acht Figuren erst nach einer Odyssee durch verschiedene Gedenkstätten und über unterschiedliche Stationen (Bild Figuren). Stuart N.R. Wolfe schuf ursprünglich eine Gruppe von 16 Figuren, die 1995 an der Ruine des Anhalter Bahnhofs in Berlin installiert wurden. Die Figurengruppe sollte daran erinnern, dass mitten in der belebten Stadt, von einem der damals zentralen Bahnhöfe, die Deportationen nach Buchenwald und Theresienstadt beinahe wöchentlich und vor aller Augen stattfanden. 30 Einige Tage nach der Aufstellung wurden acht der Figuren vermutlich durch Rechtsextreme geschändet und stark beschädigt. Nur unter Polizeibewachung war es daher möglich, die Figurengruppe noch drei Monate am Anhalter Bahnhof auszustellen. Auf Initiative von Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen, kam die Installation 1996 nach Oranienburg. Dort wurden erneut vier Figuren beschädigt. Als Wanderausstellung war Wolfes Holocaust Memorial an insgesamt 11 Stationen zu sehen. Zu den Orten gehörten Theresienstadt, Buchenwald, Neuengamme, Düsseldorf und Weimar, wo die Installation erneut geschändet wurde. Im August 2006 wurde das Werk Stuart Wolfes offiziell an die Gedenkstätte Ravensbrück übergeben. Der Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte, Insa Eschebach, zufolge sei mit dem Ankauf der Gruppe in Ravensbrück ein wichtiger Schritt hin zu einem modernen und zeitgeschichtlichen Museum getan, in dem Kunst als Medium des Erinnerns diene. 31

Im Gegensatz zu den Denkmälern von Will Lammert und Fritz Cremer, aber auch anders als das Berliner Denkmal für die ermordeten Juden Europas, drückt das Kunstwerk von Wolfe einen strikten Universalismus des Künstlers aus. Sein zentrales Anliegen ist es, dem Menschen an sich zu erinnern, unabhängig davon, welche Religion dieser hat oder welcher Weltanschauung er anhängt, und einen Bogen in die Gegenwart zu schlagen. In einer Selbstdarstellung schreibt Stuart N.R. Wolfe dazu: „Durch die Gegenüberstellung von Figur und Betrachter entsteht eine zeitlose Reinszenierung, in der der Betrachter nicht Zuschauer, sondern Beteiligter ist, der sich der Frage nach der eigenen Verantwortung, dem eigenen Handeln stellen muß.“ 32


1 Vgl. http://www.ravensbrueckblaetter.de/ [...] /e_handke.html, Stand 2.7. 2007.
2 A usführlich zur Geschichte der Gedenkstätte Ravensbrück: Eschebach, Jacobeit, Lanwerd (Hrsg.): Die Sprache des Gedenkens. Zur Geschichte der Gedenkstätte Ravensbrück 1945-1995 (1999), Berlin.
3 Zum Buchenwaldkollektiv gehörten zu dieser Zeit die jungen Architekten Ludwig Deiters, Kurt Tausendschön, Horst Kutzat und Hans Grotewohl, Sohn des damaligen DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl, sowie die Landschaftsarchitekten Hugo Namslauer und Hubert Matthes. Grotewohl und Matthes schieden im November 1954, bzw. Ende April 1955 aus dem Kollektiv aus. Vgl. Fibich (1999a) S.53.
4 Fibich (1999b), S.270.
5 Hoffmann-Curtius (1999), S. 66.
6 Köhler (1999), S.244
7 Endlich (2006), S.526
8 Als Vergeltungsmaßnahme für das Attentat tschechischer Untergrundkämpfer auf den ‚Reichsprotektor’ und Leiter des Reichssicherheitshauptamts (RSHA), Reinhard Heydrich, wurde der Ort Lidice am 10. Juni 1942 vollständig durch die Deutschen zerstört. Sämtliche 192 männlichen Einwohner und 71 Frauen wurden ermordet. Die 198 verbliebenen Dorfbewohnerinnen wurden nach Ravensbrück deportiert. Zum Gedenken an Massaker und Deportation wurde 1955 nach einer britischen Initiative am Ort des zerstörten Dorfes Lidice ein Rosengarten angelegt.
9 Vgl. Endlich (2006), S.527 f
10 Endlich (2006), S.528
11 Siehe dazu den Katalog herausgegeben von Sigrid Jacobeit: „Ravensbrückerinnen“ (2000).
12 Zum Ausstellungskatalog siehe Anm. 1.
13 Vgl. http://www.ravensbrueck.de/mgr/deutsch/home/index.htm
14 Barmstedt (1999), S.315.
15 Vgl. zum gesamten Supermarktskandal: Barmstedt (1999), S.309 ff und Reichel (1999), S.517 ff.
16 Hoffmann-Curtius (1999), S.61.
17 Vgl. Lanwerd (1999), S.44.
18 Ebda. S. 45. Auch eine politische Ablehnung von Lammert und dessen Arbeiten scheint sich in der Reduzierung des Denkmals auszudrücken.
19 Vgl. Fibich (1999a), S.57.
20 Im Einzelnen waren das die ehemaligen Ravensbrücker Häftlinge Emmy Handke, Marga Jung, Aenne Saefko, Mine Krüger, bzw. Erika Buchmann, vgl. Fibich (1999a), S.55.
21 Vgl. Endlich (2006), S.201 f und Heesch (2006), S.67 ff.
22 Lanwerd (1999), S.46.
23 Ebda. S.46.
24 Ebda. S.46.
25 Ebda. S.211.
26 Vgl. Fritz Cremer: Denkmal Ravensbrück. Ausdrucksstudien. (1960) Verlag der Kunst Dresden.
27 Hoffmann-Curtius (1999) S.63f.
28 Vgl. ebda. S.64 f.
29 Eschebach (2002), S. 132.
30 Vgl. dazu auf der englischsprachigen Homepage von Stuart N.R. Wolfe: http://www.snr-wolfe.com/sculptures/installations/holocaust.html, Stand 05. 07. 2007
31 Vgl. MaerkischeAllgemeine.de: http://www.maerkischeallgemeine.de/ [...] cms_textonly=N, Stand 05.06.07.
32 Zit. nach dem Text einer nichtgedruckten Presseinformation von Stuart N.R. Wolfe: „Das Projekt 1995“.
Vgl. http://www.ravensbrueckblaetter.de/ [...] /e_handke.html, Stand 2.7. 2007.
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A usführlich zur Geschichte der Gedenkstätte Ravensbrück: Eschebach, Jacobeit, Lanwerd (Hrsg.): Die Sprache des Gedenkens. Zur Geschichte der Gedenkstätte Ravensbrück 1945-1995 (1999), Berlin.
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Zum Buchenwaldkollektiv gehörten zu dieser Zeit die jungen Architekten Ludwig Deiters, Kurt Tausendschön, Horst Kutzat und Hans Grotewohl, Sohn des damaligen DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl, sowie die Landschaftsarchitekten Hugo Namslauer und Hubert Matthes. Grotewohl und Matthes schieden im November 1954, bzw. Ende April 1955 aus dem Kollektiv aus. Vgl. Fibich (1999a) S.53.
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Fibich (1999b), S.270.
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Hoffmann-Curtius (1999), S. 66.
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Köhler (1999), S.244
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Endlich (2006), S.526
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Als Vergeltungsmaßnahme für das Attentat tschechischer Untergrundkämpfer auf den ‚Reichsprotektor’ und Leiter des Reichssicherheitshauptamts (RSHA), Reinhard Heydrich, wurde der Ort Lidice am 10. Juni 1942 vollständig durch die Deutschen zerstört. Sämtliche 192 männlichen Einwohner und 71 Frauen wurden ermordet. Die 198 verbliebenen Dorfbewohnerinnen wurden nach Ravensbrück deportiert. Zum Gedenken an Massaker und Deportation wurde 1955 nach einer britischen Initiative am Ort des zerstörten Dorfes Lidice ein Rosengarten angelegt.
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Vgl. Endlich (2006), S.527 f
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Endlich (2006), S.528
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Siehe dazu den Katalog herausgegeben von Sigrid Jacobeit: „Ravensbrückerinnen“ (2000).
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Zum Ausstellungskatalog siehe Anm. 1.
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Vgl. http://www.ravensbrueck.de/mgr/deutsch/home/index.htm
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Barmstedt (1999), S.315.
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Vgl. zum gesamten Supermarktskandal: Barmstedt (1999), S.309 ff und Reichel (1999), S.517 ff.
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Hoffmann-Curtius (1999), S.61.
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Vgl. Lanwerd (1999), S.44.
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Ebda. S. 45. Auch eine politische Ablehnung von Lammert und dessen Arbeiten scheint sich in der Reduzierung des Denkmals auszudrücken.
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Vgl. Fibich (1999a), S.57.
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Im Einzelnen waren das die ehemaligen Ravensbrücker Häftlinge Emmy Handke, Marga Jung, Aenne Saefko, Mine Krüger, bzw. Erika Buchmann, vgl. Fibich (1999a), S.55.
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Vgl. Endlich (2006), S.201 f und Heesch (2006), S.67 ff.
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Lanwerd (1999), S.46.
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Ebda. S.46.
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Ebda. S.46.
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Ebda. S.211.
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Vgl. Fritz Cremer: Denkmal Ravensbrück. Ausdrucksstudien. (1960) Verlag der Kunst Dresden.
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Hoffmann-Curtius (1999) S.63f.
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Vgl. ebda. S.64 f.
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Eschebach (2002), S. 132.
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Vgl. dazu auf der englischsprachigen Homepage von Stuart N.R. Wolfe: http://www.snr-wolfe.com/sculptures/installations/holocaust.html, Stand 05. 07. 2007
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Vgl. MaerkischeAllgemeine.de: http://www.maerkischeallgemeine.de/ [...] cms_textonly=N, Stand 05.06.07.
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Zit. nach dem Text einer nichtgedruckten Presseinformation von Stuart N.R. Wolfe: „Das Projekt 1995“.
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