Arbeitskreis Konfrontationen

Über uns

Der Berliner Arbeitskreis Konfrontationen besteht seit 2005. Inhaltlich und institutionell sind wir eng mit dem Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main verbunden. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der pädagogischen Vermittlung der Geschichte des Nationalsozialismus und der nationalsozialistischen Massenverbrechen, sowie ihren Wirkungen in der gegenwärtigen Gesellschaft. Zu diesem Themenkomplex führen wir Seminare für Jugendliche oder Erwachsene sowie Fortbildungsveranstaltungen durch. Wir arbeiten überregional, momentan schwerpunktmäßig in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Hier kooperieren wir mit den Gedenkstätten Ravensbrück, Sachsenhausen, Buchenwald, Mittelbau-Dora und Wöbbelin.

Im Jahr 2006 haben wir das Projekt Kunst als Zeugnis durchgeführt, das die Entwicklung von Methodenbausteinen für die historisch-politische Bildungsarbeit zum Ziel hatte. Ein Teil dieser Bausteine ist hier unter Module veröffentlicht. Seit Mai 2007 arbeiten wir an einem neuen Projekt unter dem Titel Künstler und Zeuge. Im Rahmen dieses Projektes werden wir sieben Künstler und Künstlerinnen interviewen, die die nationalsozialistischen Lager überlebten und ihrer Erfahrung in Kunstwerken Ausdruck verliehen haben. Ziel ist die Entwicklung von Materialien in Form einer DVD für die historisch-politische Bildungsarbeit, sowie die Konzeption einer Ausstellung.

Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Berliner Arbeitskreis Konfrontationen haben langjährige Erfahrung in der historisch-politischen Bildungsarbeit. Sind sind auch außerhalb des Arbeitskreises institutionell an andere Träger angebunden oder an Forschungsprojekten beteiligt. Innerhalb des Teams sind Vertreter und Vertreterinnen verschiedenster wissenschaftlicher Disziplinen vertreten: Von Kunstpädagogik und Philosophie über Kultur-, Politik-, Geschichts- und Erziehungswissenschaften bis hin zur Sozialen Arbeit.

Kontakt:

Arbeitskreis Konfrontationen Berlin e.V. Projektbüro Gneisenaustr. 2a 10961 Berlin fon: +4930 695 98 247 info@arbeitskreis-konfrontationen.de

MitarbeiterInnen

Ingolf Seidel Jg. 1961; Dipl.-Sozialpädagoge, seit 1998 freiberuflicher Bildungsreferent beim Bildungsteam Berlin Brandenburg, Seminar zu den Themenfeldern Nationalsozialismus, aktueller und historischer Antisemitismus. Seminare und Interviews mit Zeitzeugen, u.a. mit Agnes Bartha. 2004-2005 Seminare für den Initiativkreis IJBS (Internationale Jugendbegegnungsstätte) Sachsenhausen im Projekt Wahrnehmen – Auseinandersetzen – Akzeptieren. Seit 2004 freier Referent beim Berliner Arbeitskreis Konfrontationen des Fritz Bauer Instituts. Seit 2006 Mitarbeiter im Projekt Kunst als Zeugnis des Berliner Arbeitskreis Konfrontationen, u.a. Filminterview mit dem Künstler Stuart N.R. Wolfe. Seit Januar 2007 Koordinator der Task Force: Education on Antisemitism im Berliner Büro des American Jewish Committee.

Paul Stefanowske Jg. 1967; MA Erziehungs- und Kulturwissenschaft, Philosophie, Kunst- und Fotopädagogik, seit 1996 als freier Bildungsreferent tätig u.a. für das Fritz-Bauer-Institut Frankfurt/Main, die Evangelischen Kirchen Berlin/Brandenburg und Kurhessen-Waldeck, LISUM Brandenburg, EJB Weimar, BKJ - Kultur im Projekt Jugend erneuert Gemeinschaft, Bildungsbausteine gegen Antisemitismus/Bildungsteam Berlin-Brandenburg sowie Lehraufträge an der Universität Kassel. Themenfelder: Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus, Gedenkpädagogik, Arbeit mit Zeitzeugen, Ästhetische Bildung, kulturpädagogische Video-, Radio-, und Photoseminare, Demokratie- und Toleranzerziehung, Konflikttrainings/Gewaltprävention, Trainer für Achtung (+) Toleranz und Ohne Angst verschieden sein. Seminare für Jugendliche, Erwachsene, Lehrerinnen und Lehrer sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Gedenkstättenfahrten, Geschichts- und Kulturreisen, Interviewtechniken, Ton- und Videoschnitt.

Mirko Wetzel Jg. 1979; Dipl. Sozialpädagoge (FH), seit 2006 Tätigkeit als freier Bildungsreferent, u.a für die Gedenkstätten Ravensbrück, Sachsenhausen und Neuengamme. Mitarbeiter des Arbeitskreis Konfrontationen seit 2006, zuerst im Projekt Kunst als Zeugnis, dort u.a. Filminterview mit den Künstlern Horst Hoheisel und Stuart N.R. Wolfe, außerdem als Referent bei Seminaren in verschiedenen Gedenkstätten. 2007 bis 2010 Mitarbeiter im Projekt kunst – raum – erinnerung an den Internationalen Jugendbegegnungsstätten Sachsenhausen und Oświęcim/ Auschwitz. In Rahmen des Projekts Konzeption und Durchführung von künstlerisch-pädagogischen Gedenkstättenseminaren. Seit Anfang 2010 Arbeit an der Konzeption für den Denkort Bunker Valentin im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Bremen. Schwerpunkte sind die Entwicklung pädagogischer Formate und die Ausbildung Freier Mitarbeiter/innen.
Publikationen: Gemeinsam mit Jana Jelitzki, Über Täter und Täterinnen sprechen, Berlin 2010; kunst – raum – erinnerung, Künstlerische und kulturpädagogische Strategien in KZ-Gedenkstätten, Potsdam 2010.

Dagi Knellessen Jg. 1962; MA Erziehungswissenschaft, Politik und Psychologie, von 2001 bis 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fritz Bauer Instituts, Erarbeitung der historisch-dokumentarischen Ausstellung über den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess. Zahlreiche Interviews mit Prozessbeteiligten und Prozessbeobachtern (Staatsanwälten, Nebenklägern, Zeugen, Journalisten). Zuständig für Konzeption und Durchführung des Rahmenprogramms zur Ausstellung mit einer Vielzahl von Zeitzeugengesprächen. Seit 2005 als freie Wissenschaftlerin und Bildungsreferentin; Projektschwerpunkt im Jahr 2005/2006 Durchführung des Interviewprojekts Zeugen im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess, im Rahmen des Förderprogramms Dokumentation der Lebensgeschichten ehemaliger Sklaven- und Zwangsarbeiter der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.

Matthias Schwerendt Jg. 1970, Diplom-Pädagoge, Erziehungswissenschaftler, seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Potsdam, von 1998-2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Freien Universität Berlin im DFG-Projekt: Rassenhygiene und Erziehung im Nationalsozialismus, zudem Dozent in der politischen Jugendbildung u.a. für das Fritz-Bauer-Institut FfM., das Bildungsteam Berlin-Brandenburg, Trainer für kommunale Jugendprojekte.
Themenfelder: Antisemitismus, Rechtsextremismus, Geschichte des Nationalsozialismus, Wissenschaftsgeschichte, Nahostkonflikt, laufende Promotion zu Antisemitismus in NS-Schulbüchern, geschlechtsspezifische Bildungsarbeit.
Veröffentlichung: zus. mit Hans-Christian Harten und Uwe Neirich: Rassenhygiene als Erziehungsideologie des Dritten Reichs. Bio-bibliographisches Handbuch. Berlin 2006.

Heide Schöllhorn Jg. 1973; Dipl.-Sozialpädagogin, seit 2002 bei der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten/Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück als Gedenkstättenpädagogin angestellt. Führungen und Seminare mit Jugendlichen und Erwachsenen, Durchführung von Zeitzeugengespräche und -interviews zum Teil in Kooperation mit Loretta Walz und Waidak media e.V., Organisation und Betreuung der internationalen Jugendworkcamps, Betreuung von und Arbeit mit Überlebenden des KZ Ravensbrück, seit Juni 2007 Mitarbeiterin des Arbeitskreis Konfrontationen.

Akim Jah Jg. 1967; Dipl.-Politologe und freier Bildungsreferent. Seit 1995 Konzeption, Methodenentwicklung, Durchführung, Projektkoordination, Mitteleinwerbung und Evaluierung von Bildungsangeboten für verschiedene Träger der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung sowie der betriebsnahen Bildungsarbeit v.a. in Berlin und Brandenburg: Seminare, internationale Begegnungen, Stadtrundfahrten, Workshops zur Erarbeitung von Ausstellungen und Webseiten, Multiplikatorenfortbildungen, Abendveranstaltungen. Lehraufträge an der Freien Universität Berlin.
Themenfelder: Nationalsozialismus, Rechtsextremismus, gesellschaftliche und juristische Rezeption der NS-Geschichte. Seit 2004 freier Referent beim Berliner Arbeitskreis Konfrontationen des Fritz Bauer Instituts.

Knud Aschenbroich Jg. 1974; Dipl.-Soziologe, bisherige Schwerpunkte: Antisemitismustheorien, Quantitative und Qualitative Forschung zu den Themen Antisemtismus und Israelfeindlichkeit, Mitarbeit im Forschungsprojekt Nationalsozialismus und seine Folgen, Erinnerungskultur in deutschen Gedenkstätten. Seit Oktober 2007 Mitarbeiter des Arbeitskreises Konfrontationen und beteiligt am Projekt Künstler und Zeuge.

Ute Ernst Jg. 1963; Diplom-Politologin, seit 2000 Bildungsreferentin in der politisch-historischen Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen; Projektorganisation, Mittelakquise, Konzeption und Durchführung von Projektveranstaltungen und Seminaren, Organisation und Durchführung von Zeitzeugenbegegnungen; Stadtspiele mit Kindern sowie Stadtrundgänge und Stadtrundfahrten für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema NS-Zeit; seit 2007 Mitarbeiterin des Berliner Arbeitskreis Konfrontationen des Fritz Bauer Instituts.

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